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Vegetarischer Fleischsalat

image3Dieser Titel könnte für Diskussionen sorgen ;), aber tatsächlich ist es einfach nur ein leckeres Rezept für herzhaften Belag aufs Brot oder Brötchen. Die ganze Familie liebt Frühstücken am Wochenende. Ich mag es gerne herzhaft und mein Mann hat mich eines morgens mit dieser Kreation überrascht! Als ich noch Fleisch gegessen habe, mochte ich Fleischsalat gar nicht sooo gerne. Überhaupt bin ich als Vegi-Tante gar nicht so scharf auf „schmeckt wie“. Können die Dinge nicht einfach für sich stehen? Aber dieses Rezept ist toll, deshalb möchte ich es mit euch teilen. Ihr braucht:
– vegetarischen Aufschnitt (oder veganen Aufschnitt – der Rest des Rezeptes ist vegan)
– zwei große Gewürzgurken
– eine halbe oder kleine Zwiebel (ich nehme gerne rote)
– zwei Esslöffel Cashew Mus (helles Mandelmus geht auch – ist ein bisschen milder im Geschmack)
– zwei Esslöffel Wasser
– einen Teelöffel Essig (Ich nehme auch gerne Limetten- oder Zitronensaft)
– Pfeffer und Salz
Die Gurken und die Zwiebeln klein würfeln und mit dem in dünne Streifen geschnittenen Aufschnitt mischen. In einer kleinen Schüssel das Mus mit dem Wasser und dem Essig verrühren und mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Mit dem Salz etwas vorsichtig sein, da der Aufschnitt meistens auch schon würzig ist. Jetzt alles miteinander vermengen. Fertig! Wer möchte, kann den Salat noch mit kleingeschnittenem Schnittlauch, Koriander oder Chili pimpen.
Diese vegetarische Variante ist schön leicht (im Vergleich zur Fleisch-Mayo-Geschichte) und schmeckt vorzüglich auf Brötchen oder einer Scheibe frischem Brot. Also nachmachen und genießen :).

Funky Nails

Nagel1

Jede Frau/Mutter kennt das, man wacht auf, geht ins Bad, guckt in den Spiegel und denkt: irgendwie nicht!
Heute war so ein Tag. Aber ich war angriffslustig und nicht in Resignations-Laune.  Auf einmal hatte ich die fixe Idee von Funky Nails. Zum Glück ist bei mir um die Ecke ein sehr nettes Nagelstudio. Normalerweise lackiere ich meine Nägel selber, aber an so einem Tag wie heute…. Zum Glück war noch was frei, also habe ich mir die Softtasche mit Baby gepackt und bin voller Vorfreude los. So ganz war mir nicht klar, wie Fingernägel machen und gleichzeitig Baby betüddeln funktionieren sollte, aber manchmal muss man den Sprung ins kalte Wasser wagen. Dort angekommen, ging es gleich los. Erst wurde ich von meinem Zwerg sehr interessiert beobachtet aber irgendwann nach dem Feilen wurde er immer unruhiger… Tief durchgeatmet, auf den Bauch gelegt, mit Schnuller versorgt, patt, patt, patt auf den Po und zum Glück ist er dann selig eingeschlafen. Manchmal geschehen kleine Wunder und dieses habe ich so was von dankbar angenommen. Davon ein wenig Übermütig, habe ich mich für zwei Bling-Bling-Nägel entschieden. Einen in gold, einen in silber. Und vielleicht werde ich jetzt wegen meines Blogeintrages über meine Nägel ausgelacht, aber the glitzi Nails made my day!  Meine Kinder lieben sie und sie funkeln zu schön in der Sonne. Außerdem haben jetzt meine Bling-Bling-Birkenstock ein bisschen Gesellschaft ;). Mein Mann hatte nur ein kleines Schmunzeln mit dem Kommentar „Ghettonägel“ zu vergeben. Aber egal! Manchmal sind es belanglose Kleinigkeiten die zum Tages-Highlight, ja sogar zum Wochen-Highlight werden. Und im Moment, vier Monate nach der Entbindung, noch im Fat-Suit (mit Haarausfall) steckend, war diese Maniküre für mich ein kleines Mini-Highlight. Also Bitches, go and get yourself some motherf***ing Ghettonails!
Ok, vielleicht habe ich die letzten Abende ein bisschen zu viel „Orange is the New Black“ geguckt…………Nagel2Foto 2-2

Krimskrams

Foto 5Jetzt ist es schon ein halbes Jahr her, dass wir unsere neue Wohnung besiedelt haben und trotz großer Ausmistungs-Aktionen, findet sich immer noch eine Menge Kram, der untergebracht werden muss! Unser Baby Nr. 3 wird bald vier Monate alt und das Bedürfniss nach Ordnung wird immer stärker. Bei mir zumindest…. Bei meinen vier Männern liegt die Schmerzgrenze deutlich niedriger. Die letzte Hass-Ecke war unser Schreibtisch. Ich finde es gar nicht so einfach ein passendes Möbelstück für den ganzen Krimskrams zu finden. Unser Budget war nach dem Umzug, Baby Nr. 3 und einem Mini-Urlaub ziemlich erschöpft und mein Mann und ich hatten einfach keine Lust mehr auf den Möbel-Riesen mit vier Buchstaben. Also wurde in unserer kleinen Rumpelkammer nach alten Möbeln bzw. Bauresten gestöbert und ein Plan geschmiedet. Und ich bin über das Ergebnis so glücklich, dass es mir glatt einen kleinen Blog-Eintrag wert ist. Außerdem musste nach dem ganzen Gefüttere, Windel-Gewechsele und Schlummerlieder-Gesinge auch mal wieder ein bisschen Abwechslung her ;). Wer sich inspiriert fühlt und ein änliches Proplem hat, braucht:

– einen Holzbalken
– eine paar alte Holzschubladen (unsere haben wir bei bei ebay gefunden)
– ein paar lange Schrauben + passende Dübel
– Acrylfarbe
– Wasserwaage

Wir haben den Holzbalken und den oberen Rand von einigen Schubladen mit grüner Acrylfarbe gestrichen. Nachdem alles trocken war, haben wir auf dem Boden verschiedene Anordnungen ausprobiert und fotografiert. Die Fotos helfen, die Anordnug der Schubladen an der Wand zu visualisieren, bevor man sie an der Wand anbringt. Als wir unsere Kombination gefunden hatten, ging es dann recht schnell. Zuerst haben wir der Balken an die Wand angebracht. Nur bei dem Balken benötigten wir die Wasserwaage, die Schubladen wurden dann alle an diesem ausgerichtet. Für unsere Schubladen genügte eine Schraube in der Mitte. Fertig!
Wie ihr seht, kann man eine ganze Menge Krimskrams unterbringen oder es wie einen übergroßen Setzkasten nutzen. Noch habe ich die perfekte Befüllung + Deko nicht gefunden. Aber es macht sehr viel Spaß, immer wieder neu zu sortieren! Aus alt mach neu und das Ganze für wenig Geld.  Freue mich über Nachahmer mit Dekoanregungen 🙂

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Kinderkultur pur.

Jetzt verrate ich Euch mal einen meiner absoluten Lieblingsplätze in Hamburg:

Die Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen.

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Natürlich sind eigentlich alle Stadtteil-Bücherhallen toll, aber die Zentralstelle bricht nochmal alle Rekorde.

Zentral gelegen aber leider dennoch nicht einwandfrei zu erreichen (man muss vom HBF einfach immer ein längeres Stückchen zu Fuß gehen), schaffe ich es leider nur viel zu selten dorthin. Oft bestelle ich mir die gewünschten Titel in meine kleine Bücherhalle nach Horn – aber heute war ich endlich mal wieder da und wie immer begeistert.

Gleich im Eingangsbereich gibt es ein imposantes elektronisch-automatisches Rückgabesystem zu bestaunen, in das die Kinder selbstständig Medien einlegen und dann deren Weg auf einem Fließband verfolgen können.

Das absolute Highlight ist natürlich die KIBI – Die Kinderbibliothek. Sie ist im hinteren Teil der Hauptstelle gelegen und lässt wirklich keinen Wunsch offen.

Neben unendlich vielen wunderschönen Kinderbüchern, gibt es viele qualitativ hochwertige Kinderfilme im Programm und meistens auch noch die allerneuesten Hörbücher. Was nicht vorrätig ist, kann natürlich auch aus kleineren Filialen bestellt werden.

Besonders toll ist ausserdem, dass viele Kinderbücher in ihrer Originalausgabe und zahlreichen internationalen Ausführungen vorrätig sind: schwedisch, arabisch, französisch, türkisch. Alles da. Hamburg ist eben auch Kinderweltstadt.

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Da es ein kleines Café mit warmem Mittagstisch gibt, Toiletten und Wickelmöglichkeiten ebenso wie gemütliche Matratzen zum Ausruhen, Lesen und Verweilen bereit stehen, steht einem mehrstündigen Aufenthalt eigentlich nichts im Wege. Man muss sowieso überall und in jedem zweiten Gang anhalten, weil wieder was Interessantes im Regal steht.

Für mich gibt es nichts Schöneres, als auf diese Weise für mich und meine Kinder ein Stück (Buch-)Kultur zur Gewohnheit werden zu lassen. Denn irgendwann man muss ja wieder hin – alles zurückbringen! Innerhalb Hamburgs ist es allerdings möglich Medien in jeder Bücherhalle zurückzugeben – egal, on man sie dort geliehen hat oder in einer anderen Filiale – ausgesprochen nutzerfreundlich!

Verlängern kann man außerdem online.

Für Freunde und Freundinnen des elektronischen Textes gibt es mittlerweile eine ausgesprochen hohe Zahl an elektronischen Medien vom heimischen Rechner aus zu leihen.

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Und für alle, die sich die KIBI bald zum ersten Mal angucken noch einen Tipp: Unbedingt einen Jutebeutel mehr einpacken – ihr geht ganz bestimmt mit viel mehr Medien nachhause als gedacht!

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Mein Rezept gegen schlappe Körper und müde Knochen

Darf ich vorstellen?! Meine Helden, Freunde und Helfer gegen Rückenschmerzen, Beckenbodenschwäche und Verspannungen: Yoga und Pilates.

Wer jetzt denkt: Och nö, keine Lust, keine Zeit und überhaupt bin ich dafür nicht der Typ!

Der kann jetzt gern eine Seite weiter klicken. Oder weiterlesen und sich vielleicht vom Gegenteil überzeugen lassen 😉

Mein kleiner Riese – Sohn Nummer 2 – ist mittlerweile zweieinhalb und kam im Juli 2012 auf die Welt. Wir hatten eine sehr heftige Geburt (davon werde ich vielleicht später einmal separat berichten, das würde hier den Rahmen sprengen). Das hat leider starke Spuren bei uns beiden hinterlassen. Und damit meine ich nicht die allseits gefürchteten Streifen – von denen bin ich nämlich kurioserweise größtenteils verschont geblieben.

Die Rückbildung verlief recht schleppend – und zum Thema schleppen kam auch hinzu, dass der große Kleine ja auch nicht leichter wurde. Also rannte ich schleppend und schlapp von einem Termin zum Nächsten – Rückbildungskurs, Physiotherapie, Babykurs etc. – und fühlte mich noch Monate nach der Geburt, als hätte ich gar keine Bauchmuskulatur, geschweige denn einen Beckenboden, sondern nur ein großes, von wabbeligem Gewebe umgebenes Loch im Bauch. Ist ja klar, dass der Körper sich nach einer oder mehreren Schwangerschaften verändert, aber ich wollte nicht bis an mein Lebensende mit Rückenschmerzen und Windeln rumlaufen. Es reicht, wenn meine Kinder das eine Zeit lang tun 😉 Von Natur aus bin ich sowieso eher zierlich; ich hatte also weniger mit den überschüssigen Pfunden zu kämpfen, als mit meinem allgemeinen Zustand.

Die Rückenbeschwerden wurden immer stärker und ich hatte ständig Schulterschmerzen, verklemmte Nerven und einen steifen Nacken. Um Kurse zu besuchen fehlte mir tatsächlich die Zeit und die Kraft und die Bögen mit den Rückbildungsübungen meiner Hebamme verstaubten so langsam aber sicher zwischen dem restlichen Papierkram.

Irgendwann habe ich dann auf Youtube den HappyAndFitYoga Channel entdeckt und wurde infiziert. Das tolle ist, dass es für jedes Fitnesslevel, jedes Zeitfenster und alle Problemzonen die passenden Programme gibt. (Kleiner Tipp – ohne Werbung machen zu wollen – ich schaue die Videos über unseren Chromecast auf dem Fernseher. Auf modernen Fernsehgeräten lassen sich die Videos auch über Smart-TV abrufen. Mehr dazu hier)

Angefangen habe ich mit diesem Video:

Wobei ich sagen muss, dass es mir überraschend „gymnastisch“ vorkam – das liegt vielleicht daran, dass sich meine früheren Erfahrungen mit Yoga auf Kundalini Yoga beschränkten 😉

Aber für jedes Bedürfnis lässt sich etwas finden; es gibt auch spezielle Programme für die Schwangerschaft und Rückbildung oder zum Beispiel gegen Menstruationsbeschwerden.

Ich habe mittlerweile sehr viele Videos ausgetestet und bin sehr begeistert und dankbar, dass es diese tolle und vor allem kostenlose Möglichkeit gibt.

Noch besser bei der Rückbildung haben mir die Pilates Programme geholfen, da sie sehr an der Körpermitte (Bauchmuskulatur, Beckenboden, Rückenmuskulatur) arbeiten. Pilates zeichnet sich unter anderem durch die spezielle Atemtechnik aus, die man sich in den Pilates Prinzipien anschauen sollte. 

Stichwort: Powerhouse aktivieren!

Ich bin auch ein großer Fan von den Kurzprogrammen. Von Übungen gegen Kopfschmerzen, bis hin zum Pilates Energy Kick gibt es viele effektive Programme, die ganz wenig Zeit erfordern.

Natürlich gibt es auch viele andere gute Möglichkeiten, um wieder fit zu werden, aber ich bin immer wieder drauf zurückgekommen und mache bis heute mehrmals wöchentlich meine Programme. Anfängern kann ich ans Herz legen, es erstmal ruhig angehen zu lassen und den Körper nicht zu überfordern. Wenn man sich Schritt für Schritt herantastet und vor allem auf seinen Körper hört, ist das eine wunderbar praktische und alltagstaugliche Hilfe gegen schlappe Winterkörper. Und meine Jungs wollen auch oft mitturnen. Naja, in Wirklichkeit turnen sie dann lieber auf mir herum oder krabbeln unter dem Vierfüßlerstand hindurch 😉

Wenn du noch nie Yoga oder Pilates gemacht hast, empfiehlt es sich natürlich ausserdem, ein paar Stunden beim geschulten Trainer zu nehmen, die man dann Zuhause wunderbar ergänzen kann.

So, nun aber genug geschrieben. Let’s get happy and fit! 🙂

Die Tage zwischen den Jahren

Mittlerweile sind wir auch in den Weihnachtsferien angekommen – nachdem die heißersehnten Feiertage leider ins Klo Wasser gefallen sind, haben wir noch etwas Nachholbedarf und lassen die letzten Tage des Jahres nun hoffentlich ganz gemütlich im Kreise der Liebsten ausklingen.

So stressig die Vorweihnachtszeit bei uns auch wieder war – eine große Freude haben mir die Adventskalender bereitet! Ja, auch die erstmalig zufriedenen und freudigen Augen des Großen – in den letzten Jahren hatte er ständig etwas zu meckern. Dieses Jahr spielte ich mit dem Gedanken, einfach irgendeinen fertigen Kalender zu kaufen, um bestmöglich dem Gemecker und Wutanfällen zu entgehen. Als hätte er meinen Plan durchschaut, sagte er an einem Tag im sehr späten November: Mama, ich möchte so gern einen Adventskalender mit Tütchen zum Auspacken. Ich: Du, leider gab es ja die letzten Jahre immer großes Getöse (A.d.R.: Flummis, Tattoos und Co wurden wutentbrannt und lautstark durch die Wohnung gepfeffert), darauf habe ich so gar keine Lust. Er: MAMA, da war ich doch auch noch nicht so VERNÜNFTIG wie jetzt!

Wie konnte mir das nur entgangen sein, er ist ja der Große, also auch schon seeehr vernünftig. Manchmal zumindest. In diesem Fall hat er seine Ankündigung wahr gemacht: Sticker, Fruchtriegel und Co wurden freudig angenommen. Dafür schmiss der kleine Bruder alles, was nicht „Ssokoo“ war umgehend in die nächste Ecke. Und das war einiges 😉

Aber auch für mich haben sich einige (virtuelle) Türchen geöffnet.  Und ich habe sogar auch etwas gewonnen! Obwohl ich immer der Meinung war, die Glücksfee schwebt meistens an mir vorbei.  Pinkepank hatte nebst eigenen wundertollen Adventskalender-Verlosungen eine Liste zusammengestellt und ich habe dadurch sehr schöne Blogs entdeckt und auch viele Shoppinginspirationen bekommen 😉

Mit meinem Label soulhome habe ich erstmalig am Adventskalender auf Facebook teilgenommen, viele tolle Mitstreiter bewundert und selbst ein Türchen befüllt. Das hat auch großen Spaß gemacht!

Davon nehme ich einiges mit ins neue Jahr und freue mich jetzt schon ein klitzekleines Bisschen vor.

So, jetzt rutscht gesund und munter ins neue Jahr und habt einen knallermäßigen Start!