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Rhabarber Crumble – eine polarisierende Liebe!

image_8Aus unserer Bio-Kiste ragten bei der letzten Lieferung eine Handvoll rosaroter Stangen heraus. Bei meinem Mann löste das keinen Jubel aus, sondern einen stark gekräuselten Mund. Da ich ihm im Laufe der letzten Jahre bereits die ein oder andere kulinarische Abneigung ausgetrieben habe, wälzte ich die digitalen Rezeptsammlungen – in der Hoffnung die Skepsis auch dieses Mal zu widerlegen. Zu kompliziert sollte es nicht sein, da ich mir des Risikos bewusst war, dass mindestens Zwei meiner männlichen Mitbewohner das Ergebnis verschmähen könnten.

Fündig wurde ich bei diesem Rhabarber Crumble Rezept – selbst für mich als Backlaien ganz easy peasy und mit wenig Zeitaufwand backbar. Ich habe eine 2/3 Portion des Rezeptes gemacht, da ich nur um die 500-600g Rhabarber hatte – hat wunderbar geklappt.20150517_194229~2

Da der (noch) 5Jährige schon vorab – die Miene des Erzeugers nahezu perfekt nachahmend – ankündigte, auf KEINEN FALL Rhabarber zu mögen, empfand ich es bereits als Kompliment, dass meine beiden krüschen Mäuler Jungs sich von dem verlockenden Duft zu einer Kostprobe hinreißen ließen. Was dazu führte, dass zwar der „Krambel-Bambel“ (+Sahne) aufgegessen wurde, die „Rhabambel-Stücke“ aber in einem recht unansehnlichen Haufen auf dem Teller zurückblieben. Nun ja, dem kleinen Riesen und mir hat es geschmeckt.

Ich liebe ja die Kombination aus süß und sauer, muss allerdings zugeben, dass bei der lauwarmen, sehr frischen Variante des Crumbles der Rhabarber ziemlich sauer geschmeckt hat. Am nächsten Tag war der Spaß etwas milder, da gut durchgezogen (ohne matschig zu sein) und unsere Freunde haben uns ganz ohne gekräuselte Lippen bei der Restevertilgung geholfen. Das Rezept ist jedenfalls zu empfehlen.

Bei uns gibt es dann demnächst wohl einfach Apfel Crumble. Dann bestimmt auch mal mit einer Portion Vanilleeis – das lässt bei uns zumindest alle Mundwinkel nach oben gehen 🙂

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